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WaldKindergarten & Schule

WALDKINDER LICHTENSTERN

Darum Wald!

Der Wald ist ein wunderbarer Erfahrungs- und Erlebnisraum für Kinder aller Altersstufen. Er bietet ihnen genügend Platz, um sich zu bewegen, sich zu begegnen und sich abzugrenzen.

Im Wald erleben die Kinder die Jahreszeiten und die damit verbundenen Veränderungen in ihrer ganzen Intensität. Alle Sinne werden auf natürliche Weise angesprochen und geschärft. Die unstrukturierten, natürlichen Materialien wie Holz, Erde, Steine oder Rinde regen zu phantasievollen Spielen an. Die Ruhe im Wald führt zu Entspannung und Ausgeglichenheit, die Einfachheit und Natürlichkeit der Umgebung zur Konzentration auf wesentliche Entwicklungsprozesse.

In den Wäldern sind Dinge,

über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte.

Franz Kafka

 
 

Unser Waldkindergarten

Der Waldkindergarten Lichtenstern ist der älteste Waldkindergarten in Südtirol! Er besteht seit 2013 und befindet sich an einem sonnigen Hang hinter dem "Haus der Familie" in Lichtenstern.

Die Idee, einen Waldkindergarten auf dem Ritten zu gründen, stammt von Ute Mayr, die das Vorhaben zusammen mit Ingrid Mair und Leander Bechtold initiierte. 

18 bis 20 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren treffen sich Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr im Wald und werden dort von 2 deutschsprachigen und einer italienischsprachigen Betreuerin begleitet.

Alltag im Waldkindergarten

Am Morgen setzen sich viele Kinder als erstes um die Feuerstelle am Waldrand, unterhalten sich und essen von ihrer mitgebrachten Jause. Andere beginnen sofort mit ihren Tätigkeiten: Sie holen sich Werkzeug, graben und bauen, finden sich mit ihren FreundInnen zu Rollenspielen zusammen, klettern auf Bäume, streifen durch den Wald oder rutschen den steilen Hang hinunter.

Das freie Spiel ist die Hauptbeschäftigung der Kinder im Waldkindergarten!

Die BetreuerInnen sind für die Kinder da, helfen und trösten, unterstützen bei Konflikten oder beobachten sie bei ihrem Spiel. 

Die Angebote an die Kinder umfassen gemeinsames Singen, Vorlesen, Geschichten erzählen, einfache Werkarbeiten, Bewegungsspiele, Naturbeobachtung, Backen und Kochen im Lehmofen und auf dem Feuer und einiges mehr.

Am Ende des Vormittags treffen sich alle zur "Geschichtenzeit".

Die Kinder verbringen alle Tage im Freien. Als Schutz dient bei sehr widriger Witterung eine Jurte mit Holzofen.

Unsere Waldschule

Unsere Waldschule ist ein naturnaher Lebens- und Lernort, wo die Kinder in Gemeinschaft selbsttätig arbeiten, forschen und wachsen dürfen. 

Das kleine, feine Waldschulhaus befindet sich drei Kilometer vom Waldkindergarten entfernt, in der Nähe des Wolfsgrubner Sees in einer wunderschönen Naturidylle.

Von Montag bis Freitag von 7.45 Uhr bis 12.20 Uhr, sowie dienstags bis 15.30 Uhr, werden zwei altersgemischte Lerngruppen (6-9 Jährige, 9-12 Jährige) von je 1 italienischsprachigen und 2 deutschsprachigen PädagogInnen begleitet. Native Speakers, zusätzliche PädagogInnen oder externe ExpertInnen werden auch immer wieder in die Arbeit einbezogen.

Ein Tag in der Waldschule

Zwischen 7.40 und 8.00 Uhr trudeln die Kinder in der Schule ein. Während einige noch kurz Fußball spielen und sich mit ihren Freunden unterhalten, begeben sich andere schon in das Waldschulhaus, verschaffen sich einen Überblick über die Tagesstruktur und begrüßen die LernbegleiterInnen in ihrer Lerngruppe.

Um 8.00 Uhr läutet die Schulglocke und dann treten auch die letzten in das Schulgebäude ein. Die Kinder holen sich alle Materialien, die sie für ihre Arbeit brauchen, wählen ihre ArbeitspartnerInnen und ihren Arbeitsplatz aus und starten in die Freiarbeit. Dies ist die Zeit des konzentrierten Arbeitens, wo sich die Kinder je nach Entwicklungsstand mit unterschiedlichen Inhalten und Themen auseinandersetzen. Sie lernen alleine oder arbeiten mit einem Partner oder in Kleingruppen. Manche holen sich von ihren LernbegleiterInnen noch Tipps und Anregungen. Andere wiederum werden zu einer Darbietung eingeladen. Diese kann eine Einführung zu einem Lerninhalt, eine Vertiefungsarbeit zu einem Themenbereich oder eine fachspezifische Lektion sein.

Diese Arbeitsphase kann - je nach Bedürfnis - unterbrochen werden und die Kinder teilen sich bis ca. 10.30 ihre individuelle Pausenzeit ein, die sie zum Jausnen, Frischlufttanken oder Rasten nutzen können.

Ab 10.30 Uhr öffnen sich die Lerngruppen und es finden unterschiedliche kreative Angebote drinnen und im Freien statt, die je nach PädagogIn in deutsch, italienisch oder englisch angeleitet werden. In dieser zweiten Vormittagshälfte können sich die Kinder ihren künstlerischen, technischen, musischen und sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten widmen. Auch Themen, wie Ethische, Politische und Umweltbildung, Gesundheits- und Verkehrserziehung werden im Laufe der Woche aufgegriffen. Freies Spiel, gemeinsames Feiern, Arbeiten für die Gemeinschaft sowie Präsentationen von Projekten sind wesentliche Bausteine während einer Schulwoche. 

 

Am Ende des Tages treffen sich nochmal alle Kinder in ihren Lerngruppen, um den Tag mit einer spannenden Geschichte, einem Spiel oder einer Gesprächsrunde abzuschließen.

 

Immer wieder stehen Ausflüge, kleine Wanderungen und Projektwochen auf dem Programm.

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